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Neulich in der Bank

Banktermine sind für mich immer etwas befremdlich. So ein Erwachsenending. Zahlen und Grafiken und schlechtsitzende Anzüge. Vielleicht bin ich auch etwas verwöhnt, weil meine Ansprechpartnerin in meiner heimischen Sparkasse eine liebe und etwas verrückte Frau war, die eher wie eine Tante war und nicht die Frau, die mir meinen geliebten Dispokredit verwehren konnte. Aber jetzt bin ich ja erwachsen und habe Isabelle neben mir, die sicherlich von mir erwartet, mich auch wie ein Erwachsener zu benehmen. Arme Isabelle.

Während meine großartige Frau sich natürlich für den Banktermin vernünftig gekleidet hat, konnte ich nicht verstehen, warum sich kurze Hosen, Sommerschlappen und ein Hawaiihemd dafür nicht eignen sollten. Da es ja nur um eine simple Kontoeröffnung ging, ließ Isabelle es mir durchgehen und damit hatte ich das erste Hochziehen der Augenbraue des Filialleiters schon mal sicher. 1:0 für den unterdrückten Rebellen gegen das System in mir. Zweck des Besuchs bei der Bank war wie erwähnt eine Kontoeröffnung. Genauer gesagt ging es um ein gemeinsames Konto von Isabelle und mir, also de facto die endgültige Aufgabe meiner Person als männliches Individuum. Ich war ihr so weit verfallen, dass ich ihr meine kläglichen Finanzen offenbarte. Doch statt Schnappatmung zu bekommen und das Weite zu suchen, erläuterte sie mir den Sinn eines gemeinsamen Kontos, damit einer (sie) den anderen (mich) auffangen konnte, wenn es nicht anders ginge. Und statt mich anständig zu schämen willigte ich ein und bekräftigte innerlich mein Vorhaben, diese unglaubliche Frau bis ans Ende aller Tage zu lieben. Vorausgesetzt, sie würde den Banktermin mit mir überstehen.

Trotz pünktlichen Erscheinens wurden wir in der Bank zunächst in einen Wartebereich gebeten und mit einem widerwärtigen Gesöff versorgt, welches euphemistisch Kaffee tituliert wurde. Gefühlte zwei Minuten später kam dann Frau Wein und bat uns in ihr Büro. Frau Wein war eine eigentlich ganz normal aussehende Brünette um die vierzig mit typischem Bürosesselhintern und einer für Banken so typischen Kleidung, bestehend aus gewolltem Chic und ungekonntem Stil. Meine knallblauen Latschen quietschten beim Laufen und irritierten die gute Frau, die noch nicht ahnte, was ihr heute Nachmittag bevorstand. Sie setzte an, mir die Kaffeetasse abzunehmen, die aber leider noch halbvoll war. „Warte ma“ grunzte ich knapp und stürzte das Gesöff mit einem Zug hinunter. Frau Wein lachte gezwungen und zum ersten Mal blitzte jene Panik in ihren Augen auf, die alle serviceorientierten Angestellten bekommen, wenn doofe Kunden sie nerven, anmachen, beleidigen oder herablassend behandeln. Ich hatte nichts von alledem im Sinn. Ich wollte nur ein Konto mit der Frau, die ich liebe.

Das nun folgende Gespräch mit Frau Wein verlief zunächst genauso lapidar und unspannend, wie ich es erwartet hatte. Isabelle stellte die richtigen Fragen, Frau Wein antwortete mit Floskeln und dem unbeholfenen Versuch, uns einen Bausparvertrag aufzuschwatzen. Ich fläzte mich derweil in dem durchaus bequemen Stuhl und begnügte mich mit ein paar eingeworfenen flapsigen Sprüchen, die weniger witzig als peinlich waren – vor allem Isabelle. Frau Wein hatte einige Mühe, unsere Daten in den Computer einzugeben. „Der PC mag mich heut nicht.“ sagte sie. Nach einigem Hin und Her stellte sie die Frage, ob uns statt eines aufwändig zu eröffnenden gemeinsamen Kontos nicht auch ein weiteres Konto auf Isabelles Namen mit einer Vollmacht für mich ausreichen würde. Für mich klang das plausibel, aber Isabelle sträubte sich zunächst. Letztlich ließ sie sich aber doch überzeugen und Frau Wein nahm meine Daten als Neukunde auf und hämmerte pausenlos auf ihre Tastatur ein.

Indes wurden meine flapsigen Sprüche etwas besser und lockerten die Gesichtszüge von Frau Wein, die nun endlich erkannte, dass ich ihr nichts Böses wollte. Jedenfalls nicht so direkt. Ich erzählte von unserer Wohnungssuche und der schönen Wohnung in der Bauernallee, die aber leider nicht mehr zu haben war und sie erzählte von ihrer Eigentumswohnung in eben jener Bauernallee, die so schön wäre, wenn ihre Nachbarn nicht zwei kleine Gören hätten, die den lieben langen Tag Rabatz machen würden. Sie erwähnte ihren Sohn, der grad mit dem Vater auf Reisen war und von dem Los der Alleinerziehenden und vergaß für den Moment, welche Rolle sie grad spielte und wo sie war. Zwischendurch stellte sie standardisierte Fragen nach Geschäftsbeziehungen zu den USA, die verboten sind, wenn man in Berlin ein Konto eröffnen möchte. „Sind meine ukrainischen Konten ein Problem?“ scherzte ich und sah im Augenwinkel ein kleines Gerät aus dem Gummibaum neben der Tür auftauchen und schnell wieder verschwinden. Frau Wein lachte – diesmal ehrlich – und uns beiden wurde bewusst, wie lächerlich klein unsere Rollen im großen Spiel waren.

Endlich hatten wir alle Daten intus und besprachen die letzten Details des neuen Kontos, das im System bereits angelegt war. Blöderweise gab es nun aber ein rechtliches Problem mit dem Zugriff auf das Konto über das Onlinebanking, da ich de jure ja nicht der Kontoinhaber war. „Naja, das sehen wir ja nicht, wer da bei Ihnen vorm Computer sitzt.“ sagte Frau Wein augenzwinkernd. „Siehst du! Genau das meine ich!“ fuhr mich nun aber Isabelle an. Frau Weins weibliche Antenne empfing das Signal und sie entschuldigte sich für einen Moment, um einen Kollegen mit zu Rate zu ziehen und verließ den Raum. Ich schaute Isabelle fragend an. „Genau deswegen wollte ich nicht so eine blöde Vollmacht. Ich wollte ein gemeinsames Konto.“ Endlich verstand ich. Es ging ihr nicht um das Pragmatische. Es ging um uns. Ein gemeinsames Konto. Eine Verflechtung, die sie brauchte, um sich sicher zu fühlen. Es war nur ein Konto, aber es sollte uns gehören. Nicht ihr oder mir. Ich lächelte sie an. „Naja, jetzt ist es wohl zu spät.“ sagte sie resigniert und sank merklich in den Stuhl. Frau Wein erschien und brachte einen jungen, colgatelächelnden Kollegen mit, der sogleich fachmännisch den Bildschirm ihres PCs beäugte. Dann schlug meine große Stunde.

Es gibt Momente, in denen ein Mann die Widrigkeiten des Lebens auf sich nehmen muss, um die, die er liebt, zu beschützen. Er muss Gefahren trotzen und Drachen bekämpfen. Er muss die Felsen Mordors besteigen und direkt auf den Todesstern zufliegen. Er muss zu großen Taten bereit sein, darf nicht zögern und zaudern. Muss im Angesicht des beinah sicheren Todes kühlen Kopf behalten und bereit sein, Taten zu vollbringen, derer man sich in der Ewigkeit erinnern wird. Dieser Zeitpunkt war nun auch für mich gekommen. Entschlossen beugte ich mich zu Frau Wein und ihrem jungen Kollegen und sprach inbrünstig und ohne den Hauch eines Zweifels die Worte: „Kommando zurück. Wir wollen doch ein gemeinsames Konto.“ Feuer und Schwefel schlugen mir entgegen. Hass, Wut und Trauer brennen aus Frau Weins Augen. Dazu das Erkennen des Verrats. Dieser Typ, der eben noch mit ihr scherzte und ihr jetzt in den Rücken fällt und der ihre gemeinsame Arbeit mit einem Satz zunichtemacht. Wie Wolfgang damals, als er sie verließ. Männer sind alle gleich. Doch dann blickt sie zu Isabelle und versteht und ihr Antlitz mildert sich und sie entspannt die Lage gleichfalls durch nur einen einzigen inhaltsschweren Satz: „Naja, ich werd ja nach Stunden bezahlt.“

Der Colgate-Mann hieß Dustin Zimmermann und ich muss mich mehrere Minuten zusammenreißen, um ihn nicht damit aufzuziehen. Ich glaube sogar, nur aufgrund seiner Anstellung in dieser Bank wurde veranlasst, dass auf den Namensschildern auch die Vornamen stehen. Warum nur tun Mütter so etwas? Und warum erlernt er keinen Beruf ohne Namensschild? Er könnte professioneller World of Warcraft Spieler werden, da kann man sich einen neuen Namen aussuchen, Bankules zum Beispiel. Aber nun war der Herr Zimmermann schon mal da und brachte sich auch gleich mit einem tollen Vorschlag ein: „Sie, Frau Wein, könnten doch das alte Konto auflösen und ich lege derweil schon mal das neue an.“ Guter Mann. Manchmal täuschen Namen über die Eigenschaften hinweg. Außer bei Isabelle. Nun sind wir also mit Dustin alleine und ich versuche meinerseits einige Scherze, von denen mir aber die Hälfte aus gerade erwähntem Grund im Halse steckenbleibt. Aus dem Nebenzimmer hört man Frau Wein leise wimmern. Das System indes ist völlig überfordert mit dem Prozess, einem eben angelegten Kunden tatsächlich ein neues Konto zuzuweisen und macht erstmal nichts. Minutenlang schweigen wir uns an und Herr Zimmermann den Computer. Frau Wein gesellt sich wieder zu uns. Kein bisschen Kajal verlaufen. Teufelsweib!

„Ich hab voll Bock auf Kuchen.“ löse ich die Stimmung und sorge tatsächlich für allgemeine Befreiung. „Is hier irgendwo n Bäcker?“ Während Herr Zimmermann weiter den Computer bearbeitet, bin ich mit Frau Wein wieder bei dem, was wir am besten können. Wir plaudern. Ich könne ihr da mit den nervigen Nachbarn helfen, ich hätte da so Verbindungen dank meiner ukrainischen Konten. Sie lacht. Sie hatte tatsächlich schon mal überlegt, ob man nicht mit Waffengewalt für Ruhe sorgen könnte, scherzte sie und erntet einen halb entsetzten, halb belustigten Blick von ihrem Kollegen. So hatte er die Frau Wein ja nun auch noch nicht erlebt. Auch Dustin lacht fleißig mit und scheint auch allgemein noch Spaß zu haben an dem, was er tut. Jungspund. Die Zeit und die Problemkunden werden auch dich zermürben, mein Freund. „Sie werden sicher heute Abend ihrem Sohn berichten, was für Kunden Sie heute hier hatten.“ sage ich und beginne, sie überzogen zu imitieren. „Stell dir vor, Nilsi, was das für Vögel waren. Die haben mich den ganzen Nachmittag beschäftigt.“ Wieder muss sie lachen und wagt dann sogar, mich zu tadeln, weil ich ganz vergessen hatte, dass ihr Sohn ja auf Ferienreise mit dem Daddy ist. Nun sind wir endgültig auf Augenhöhe. Wenn das der Vorstand wüsste. Verbrüderung mit dem Feind… äh, dem Kunden.

„Nichts zu machen. Der Computer will das einfach nicht. Keine Ahnung, was heute mit dem los ist.“ Herr Zimmermann wirkt enttäuscht. Auch Isabelle seufzt. Wir kriegen wohl doch nicht so einfach unser gemeinsames Konto. Wir vereinbaren für den nächsten Tag eine Fortsetzung unserer Séance und treten ins Foyer. Weil die Kaution für die neue Wohnung jedoch fällig ist, beschließen wir, mitgebrachtes Bargeld nun eben doch erstmal auf Isabelles Konto einzuzahlen und gehen deshalb noch zum Schalter, wo eine weitere Kollegin uns schon erwartet. Kurz bevor sie den Vorgang abschließt, ruft uns Frau Wein nochmals herein. Es gehe nun doch. Nun wird also auch noch die arme Frau am Schalter in unser Chaos mit hineingezogen. Der Filialleiter, der auch im Foyer steht, blickt misstrauisch. Wir treten erneut ein, ich mit einem Haufen Bargeld in der Hand. Wir setzen uns wieder und hoffen, dass der virtuelle Kollege uns nun als Kunden akzeptieren wird. Herr Zimmermann erwähnt, dass das vorhin eröffnete Konto schon wieder geschlossen ist und dass dies wohl die kürzeste Kontolebenszeit in dieser Filiale gewesen sein muss. Ich warte noch heute auf eine entsprechende Rekordplakette im Foyer der Bank, die auf diesen Triumph hinweist. Plötzlich ruft Frau Wein aus: „Ja. Er machts. Geschafft.“ Ich verkneife mir dieses Mal billige Kommentare und schaue Isabelle an. Ihre Augen glänzen. Unsere Leben verflechten sich. Danke Frau Wein. Danke Dustin Zimmermann.

 

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