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15 Minuten

Es ist fünf Minuten vor Elf an diesem kühlen und klaren Sonntagvormittag im Februar. Mir gegenüber sitzt ein junges Mädchen, die verkrampften Arme vor der Brust verschlungen. Sie ist vielleicht 17 oder 18, sehr hübsch. Aber in ihrem Gesicht zeichnet sich der Schmerz ab, den sie gerade empfindet, ihre Augen erzählen von einer schlaflosen Nacht voller Unbehagen und Ungewissheit. Sie ist die einzige Person außer mir im Warteraum der Notaufnahme des Städtischen Krankenhauses. Ich sehe das Mädchen an, weil ich nicht weiß, was ich sonst tun soll. Vor wenigen Augenblicken erst habe ich Tanja in die Obhut der Ärztin übergeben. Sie war heute Morgen mit Schmerzen aufgewacht und wir sind nach kurzer Beratung zum Krankenhaus aufgebrochen. Ganz ruhig, mit dem Bus.

Ich bin noch gar nicht richtig wach. Kurz überlege ich, ob ich mir einen Kaffee an dem riesigen Automaten ziehen soll, der fast ein Drittel der Wand gegenüber einnimmt. Doch ich kann mich nicht rühren. Ich empfinde nicht wirklich Sorge, es ist eher eine Art Lähmung, die Ohnmacht, die man empfindet, wenn man gegen das Bestehende nichts ausrichten kann. Dabei weiß ich nicht mal, was dieses Bestehende überhaupt ist. Ich ahne nichts, ich mache mir kaum Gedanken. Und doch ist es da, schwebt es im Raum wie eine unbekannte Macht. Es gibt mir das Gefühl, dass dieser Tag nicht gut enden wird.

Ich beginne, mit meinen Fingerknochen zu knacken. Es ist noch nicht viel Zeit vergangen, aber jede verstrichene Minute zehrt an meinen Nerven. Es ist schlimmer als das unaufhaltsame Ticken der Uhr bei einer Prüfung, in der man gerade nicht weiter weiß. Ich stehe abrupt auf, so dass sich das kranke Mädchen erschrickt. Wenn es nichts Schlimmes ist, wäre sie doch schon wieder hier, oder?

Ich laufe die wenigen Meter vom Warteraum zur Eingangstür und zurück. Hin und zurück. Ich halte kurz inne, schaue immer wieder sinnlos auf die Uhr meines Handys. Ich fürchte nicht um Tanjas Leben. Ich fürchte um das unseres Kindes unter ihrem Herzen.

Tanja mochte den Namen Finn. Oder Lara, wenn es ein Mädchen werden würde. Nächste Woche könne man es sehen, sagte der Arzt. Ich bin für Tim oder Sophie. Meinen Sohn könnte man dann Timmy rufen, wenn er noch klein und niedlich ist. In der Pubertät könnte man streng Tim! rufen, mit zweifach betontem, langen i, wenn er mal wieder Blödsinn gemacht hätte. Und als Mann ist Tim neutral und passend für was auch immer aus ihm werden mochte. Sophie klingt im Kleinkindalter nach kleinem Prinzesschen, in Rosa, mit viel Tüll und Spitze. Als Teenager kann Sophie eine fröhliche Schönheit sein, beliebt bei allen anderen in ihrer Klasse, oder ein verschlossenes Mädchen mit einer künstlerischen Begabung, Musik vielleicht. Es ist uns eigentlich egal, was es wird. Hauptsache gesund, würde meine Großmutter sagen. Ja. Hauptsache gesund.

Das Mädchen ist nun auch aufgestanden, kalter Schweiß steht ihr auf der Stirn, sie stöhnt leise. Warum hilft ihr denn hier niemand? denke ich und weiß, dass ihr niemand hilft, weil die Helfenden gerade mit Tanja beschäftigt sind. Tausend Gedanken schwirren mir durch den Kopf. Die Lähmung von eben ist der Verwirrung gewichen, der Unfähigkeit, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Ich sehe die neuen Großeltern vor mir, meine Mutter, ihre Eltern, sehe meinen Freund Daniel mit seiner kleinen Tochter. Denke daran, was sie alle uns im Überschwang der freudigen Nachricht alles geschenkt haben. Viel Liebe vor allem, das Gefühl, dass es richtig ist, wenn die Herzen es wollen. Dass materielle Dinge oder Karrieren wichtig sein können, aber bedeutungslos sind. Dieses Gefühl, diese Bestätigung zu haben, ist für uns so viel wichtiger als ein schicker Kinderwagen oder teures Holzspielzeug.

Mein Fingernagel bohrt sich in das Nagelbett meines rechten Daumens. Das Nagelbett muss immer schön freiliegen, hat meine Mutter immer gesagt. Sie sorgte gut für mich. Es kann kaum ein besseres Vorbild geben für die Liebe und Fürsorge, die einem Kind zuteilwerden sollte. Niemals werde ich mein Kind anschreien oder gar schlagen. Nie mich von ihm abwenden, es hintergehen, es im Stich lassen. Es gibt so viele schlechte Eltern in diesem Land, man sieht es auf den Straßen, liest und hört davon. So werde ich nicht sein, so kann ich gar nicht sein. Ich werde es lieben, immer lieben. Das verspreche ich, lieber Gott, bitte. Bitte.

Ich bin nicht religiös, sehe alles immer ganz sachlich, sogar wissenschaftlich. Doch in diesem Augenblick, in denen ich zum tausendsten Mal auf die große, schmucklose Wanduhr im Warteraum starre, bete ich. Ich bete ohne Floskeln, ohne Sätze, ohne Glauben an einen Gott. Ich bete, weil es der letzte Ausweg des Menschen ist, wenn seine Macht am Ende ist. Wenn er nichts mehr tun kann, sich ergeben muss und daran zu zerbrechen droht. Ich starre die weiße Tapete gegenüber an, meine Hände drücke ich aneinander, bis sie weiß anlaufen. Im Flur klappt eine Tür. Ich blicke auf. Nichts geschieht.

Das Mädchen gegenüber sitzt wieder auf ihrem Stuhl ganz rechts am Fenster. Sie blickt nach draußen auf den leeren Parkplatz vor der Rettungsstelle. Ihre Augen schauen ins Nichts. Kein Gefühl regt sich in ihr. Sie wirkt apathisch, wie tot. Ich wende meinen Blick von ihr ab. Plötzlich muss ich lächeln. Ich muss an Tanja denken, wie sie damals den Test gemacht hat. Das sind doch zwei Streifen, oder? Oh mein Gott! hatte sie gesagt. Ich hatte sie in den Arm genommen, sie angelächelt und geküsst. Da wusste sie, dass es okay war. Dass es gut war. Dass es großartig war! Wir hatten keine Angst mehr davor. Keine Gedanken an all die Sorgen, die es bringen könnte. Wir waren bereit dazu.

Es ist zehn nach Elf. Herr Bindernagel! sagte eine freundliche, aber doch distanzierte Stimme aus dem Flur in den Warteraum und meine Gedanken herein. Ja? Ich war verwirrt. Unfähig zu klarem Denken. Das Mädchen blickte zu mir, ihr Gesicht sieht traurig aus, als wolle sie sich verabschieden. Die Frau im weißen Kittel wies mir, ihr zu folgen. Wir gingen nebeneinander einen langen sterilen Flur entlang, ich etwas versetzt hinter ihr. Die Herztöne des Babys waren leider schon nicht mehr wahrnehmbar, sagte sie sachlich und ohne Emotionen in den hallenden Flur hinein. Die Worte trafen auf mich wie Messer, bohrten sich in mein Fleisch und meinen Geist. Ich blieb stehen, versuchte zu verarbeiten, worauf ich mich seit einer Viertelstunde hatte einstellen wollen und es doch nicht konnte. Was? brachte ich noch heraus, bevor ich Tanja sah, auf einer Trage liegend, mit dem traurigsten Blick, den diese Welt kennt. Niemals werde ich diesen Anblick vergessen können. Ich laufe zu ihr, beuge mich herunter, drücke sie fest an mich, will sie nie mehr loslassen. Es tut mir leid, flüstert sie mit tränenerstickter Stimme. Nein, wispere ich. Nein. Nein.

Noch am Bett im Krankenhaus versagen meiner Mutter die richtigen Worte, sagt sie das Unpassendste. „Ihr seid noch jung. Macht ihr eben ein Neues.“ Als wäre ein Goldfisch eingegangen oder ein Auto schrottreif gefahren worden. „Macht ein Neues!“ Während das getrocknete Blut des Kindes noch auf Tanjas Schenkeln brennt. Doch man verzeiht ihr, auch sie bewegt sich unsicher auf dem Terrain der Trauer und des Trostes.

Was folgt sind die Beleidsbekundungen unserer schnelllebigen Zeit. Unpersönliche SMS, hastig dahingetippt zwischen zwei Bahnstationen oder in einer Werbepause. Ein einziger, sogar der Jüngste aller Freunde, schickt eine angemessene Karte als stille Anteilnahme unseres unteilbaren Verlustes.

Die folgenden Wochen sind ein Kampf gegen die immer wiederkehrenden Tränen, die Ohnmacht und der bohrenden Frage nach dem Warum. Erst allmählich schleicht sich wieder Lachen in den Tag, sprießt neue Hoffnung auf das Schöne und Gute. Trotzdem sitzt eine Narbe tief in meinem Herzen, noch tiefer in ihrem. Unauslöschlich, ein Leben lang werden wir dieses unsichtbare Mal mit uns tragen. 15 Minuten nur. Ein Leben. Ein Tod.

 

1 Kommentar

  1. Wow und es tut mir sehr leid. Ich kann es Euch nachempfinden. Ich muss kurz weinen.

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